Es novembert ziemlich im Land Brandenburg. Regen, Nebel, Grau. Furchtbar. Dazu 4 Stunden Fahrt ohne (Rauch-)Pause. Irgendwann ist es dunkel und wir in Rostock, check-in ins Hotel und kurzes Frischmachen, dann auf zum Ort des Geschehens.
Statt der im Rider geforderten 4 Wege mit 5 Wedges stehen hier 2 Wege mit 4 Wedges bereit. Nun ja. Nach eingehender Prüfung der Endstufen kurzem Überlegen und im Vertrauen darauf, daß es funktioniert, haben wir wenigstens 5 Wedges. Das Siderack ist eine Klasse für sich, 2 HE Effekte. Solche ohne Display. Erstaunlicherweise klingt es sehr gut. Schöne Show, begeistertes Publikum.
Im Catering steht “Unser Stier-Bier” bereit, dem ich den Titel “Schlechtestes Bier” ohne Bedenken verleihen kann.

Erkenntnis des Tages: auch mit wenig geht viel, f6lights (was anderes gab es da nicht) schmecken sehr gewöhnungsbedürftig, und: sorge immer für genügend Feuer. Zwei Feuerzeuge mit, das vollbetankte im Hotel vergessen, das Backup war “zufällig” leer, irgendjemand hat mir dann Streichhölzer besorgt. Danke.
Morgens hatte das Drama eine Fortsetzung: am hoteleigenen Automaten gab es natürlich keine blauen Gauloises.
Am nächsten Abend in Schwerin. Seeburg Acoustic Line, HK Monitore, 5 Wedges, alles gutes Zeug. Dazu ein wunderbares DM2000, was einen einzigen Nachteil hat: es ist digital.

So sieht das Teil dann im Einsatz aus.
Was mit dem Ding geht, ist der Wahnsinn. Wie man es bedient, ein anderer. Zum Glück gab’s einen fähigen FOH-Babysitter mit dazu, der mir in einer halben Stunde die Bedienung wenigstens soweit erklärt, daß Soundcheck und Konzert über die Bühne gehen können.

Bemerkenswert: auch das Beschriftungsband ist jetzt digital und über den Fadern.
Weitere Erkenntnisse: Beta52 ist ein hervorragendes BD-Mikro, “Petermännchen” kein ganz so furchtbares Bier, Beck’s Alkoholfrei schmeckt schnell schal.
Rückreise in 3,5 Stunden, und dann ist auch schon wieder Wochenende. Heißer Tip für Sparfüchse: am Rasthof Prignitz kostet das Gauloises blau Bigpack noch 4,90. Solange der Vorrat reicht(tm)