2 Stunden bei 3° auf der A14 zu warten, ist hart. Aber alles schön der Reihe nach:
Es verspricht, ein guter Tag zu werden. Dort, wo wir hinwollen, ist Blitzeis angesagt, es regnet, wenigstens haben wir schnell beladen und sind auf dem Weg. Das dachten wir bis km 9,5 (nach ca. 70km, die Autobahn war in Fahrtrichtung absteigend numeriert), als dem Hundefänger die Puste und gleich darauf der Motor auging. 1 Kilometer vorausfahrende Band und Mietwagenfirma angerufen (”wir schicken einen Ersatzwagen, dauert anderthalb Stunden”). Transporter waren grad keine verfügbar, “Sie bekommen nen Clio”. Toll, ganz toll.
Nach einigen Telefonaten war die Vorband bereit, Backline zu stellen, also Instrumente und Band in einen Wagen, Tonknechtmann bleibt mit kaputtem Hundefänger voll Backline auf der Autobahn stehen. Es ist knapp über 0° und regnet. Füße? Was ist das?
Nach 2 Stunden kam dann wer von der Vermietung, sogar mit einem Nissan Primera Kombi, da ging zumindest noch der größte Teil der Bassanlage mit. Zum Glück. Und vorgeheizt war er auch schon.
Mit steifem rechten Bein zum Veranstaltungsort, gegessen, dabei festgestellt, daß wir übernachten. Wäre das mit dem Blitzeis auch geklärt.
Der Drummer der Vorband hatte sein Kit aufgestellt, und an diesem Tag gelernt, daß man Felle auch wechseln kann. Da er aber keine dabeihatte, konnte der Soundcheck auf gut abgehangenen 8jährigen losgehen. Und kurz darauf war er schon wieder vorbei, denn Support legte los. Soviel: sie haben sich Mühe gegeben…
Zur Krönung des Tages dann das falsche Intro abgefahren. Danach dann die 2 Stunden Autobahn durch die Endstufen geprügelt und den Bluesern ihr Brett gegeben einen dynamischen und druckvollen Sound gefahren, und zufrieden das Feierabendbier genossen.
Erkenntnis des Tages: Rock’n'roll ist kein Lehnstuhl (ach was!)
Tip für Sparfüchse: im Zigarettenautomaten in Altöbern gibt es die Luckies für 19Stck./4€