Archiv für January 2006

team tesla und der ohm

Saturday, 28. January 2006

Nachdem in der vergangenen Woche angesichts der zwei vorhandener Autobatterien die Arbeit der augenscheinlich gewerkschaftlich organisierten Lichtmaschine an einen externer Dienstleister übertragen wurde, konnte ich wie beim Elektroauto immer abends laden und morgens fahren.

Am Samstag sollte alles anders kommen. Nach dem Aufbruch gen Der Stadt Am See verlangt Die Höllenmaschine erst einmal nach Brennstoff und signalisiert mit der gelben Leuchte ihre Bereitschaft, andernfalls die Arbeit zügig einzustellen. Man wird immer wieder daran erinnert, daß das Auto aus Frankreich kommt.

Angekommen, diente erstmal eines jener automobilen Fossile aus den Sachsenring-Werken zum Warmschrauben. Nach zwei Runden Pocket-Bike-Heizing geht dann die Laune nach oben.
Soooo… denn mal dabei… Erregerspannung messen, Ausgangsspannung messen, das alte Spiel, wo man bekloppt von wird. Also routiniert den Generator extrahiert. Zum Ausbau einen Wagenheber dabeizuhaben, hilft ungemein, der Motor ist einen Zentimeter zu tief. Eine Messung der Spannung am Prüfstand ergab: 0,0. Das ist nicht gerade viel für Spulen, die sich in einem Magnetfeld drehen. Also den Laderegler auf, was an dem Vorhandensein von verrotteten Torxschrauben scheitert. Deren Innenprofile haben beim ersten Drehversuch das Weite gesucht, und vorbei war es mit Schrauben. Irgendwas ging dann auf, aber das war das falsche. Die nun folgende Odyssee auf der Suche nach einer gebrauchten Lichtmaschine am Samstag um 15:00 ist einen eigenen Eintrag wert. Dann eben nicht.
Als dann langsam die Dunkelheit übers Land hereinbrach, haben wir Das Ding dann eben wieder eingebaut, damit “der Keilriemen nicht so rumhängt”. Nochmal schnell alle Massepunkte und Steckverbindungen mit Kontaktspray versorgt, damit die Batterie länger hält, angelassen – und das Teil lädt. Eine nicht eben zimperliche Proberunde auch über unwegsames Geläuf (um einen Wackelkontakt auszuschließen) später immer noch. Verstehe einer die Kisten.

anzeigenplazierung

Wednesday, 25. January 2006

“Hey, die Wochenendausgabe muß fertig werden!” schallt es durch die Redaktionsräume. Die Macs glühen vor sich hin, die Redakteure ziehen sich die letzten Sätze aus der Nase, Freie werden angebellt, wo denn der Artikel bliebe. Der Auszubildende zum Mediengestalter hat heute seinen großen Tag: er darf das erste Mal an der echten Zeitung mitarbeiten, er macht die Anzeigen.
Sein alter G3 schafft die Vorschau des Bildes nicht mehr so, aber die Dateien sind ja benannt, da kann man auch mit der Grobvorschau schnell einpassen. Da hatte doch noch wer eine 1/8 gebucht, wer war denn das – ach ja: anzeige_eon_wochenende_eps. Hat der Prakti noch im ISDN-Ordner gelassen. Der kann auch nix! Naja, nix wie rein ins Blatt, dann ist endlich Feierabend und Wochenende. Hier ist noch Platz – wo ist eigentlich der Anzeigenplan – naja, auch egal – die anderen sind ja drin, das geht schon. Preis bleibt derselbe, ob die nun auf der linken oder rechten Seite steht. Fertig! und ab zur Druckerei.

Am Montagmorgen war der Auszubildende erst einmal sehr krank.

(Bild gefunden in einem Beitrag im flashforum)

Update: Nachdem es durch die blogs geistert, hier vielleicht etwas erhellenderes: Stellungnahme der Zeitung

kälte II

Tuesday, 24. January 2006

minus 13,5 Grad. Wenn man auf den Boden spuckt, ist das innerhalb von 15 Sekunden durchgefroren.

olle kamellen: der lau-kau

Monday, 23. January 2006

Beim Vorbeigehen in der Kaufhalle wiederentdeckt: FRITT – gleich mal mitgenommen. Wie konnten wir das “früher” toll finden? Also neee… Die Seite von denen spricht da Bände (Hint: mit dem Feuerfux anschauen).

Next to come in dieser Sektion: Hubba Bubba.

verpennt

Monday, 23. January 2006

Die Leipziger Volkszeitung ist ja ohnehin ein Käseblatt vor dem Herrn.
Das sprachliche Niveau liegt irgendwo zwischen Seniorenheimbetreuer und Journalistikstudent kurz vor dem ersten Semester. Leider ist das die einzige Lokalnachrichtenquelle am Ort (und das in einer Gerne-Großstadt), die andere hat nur vier Buchstaben, entsprechend dünn ist die Faktenlage und der Fokus der “Informationen”. Hinzu kommt, daß dem Verlag mit der vierbuchstabigen Zeitung auch 50% der LVZ gehören.

Gekauft habe ich mir die schon lange nicht mehr. Aber jeden Morgen online kurz drüberfliegen, um ein grobes Stimmungsbild “im Ort” zu bekommen, kann ja nicht schaden.

Jetzt haben die Jungs in der Vorstandsetage was von “ePaper” gehört, und den ganzen Onlineauftritt dahingehend umgebaut. Erstens sieht es furchtbar aus, und ist von der Usability ganz weit unten. Dazu die Macher selbst:

Die Bildschirm-LVZ ist ein Zusatzangebot ohne Zusatzkosten. E-Paper heißt das neue Produkt, zu gut Deutsch elektronisches Schriftstück. Dabei sieht das Produkt aus wie die Papierausgabe und bietet 100 Prozent dessen, was die gedruckte Zeitung enthält – einschließlich der Beilagen wie Journal, Magazin oder Reisemagazin, Leipzig Live oder Allee-Center Aktuell.

…und der Geizgeilwerbung und dem ganzen anderen Schrott, den man bei der Papierausgabe extra in den Papierkorb schüttelt, bevor man mit dem Lesen anfängt. Daß da jemand das Internet vollkommen verstanden hat, beweist dieser Text. Das waren die Leitsprüche 1998.

Soweit nichts ungewöhnliches, eben Dinge, die man von einer Lokalzeitung erwartet. Der wahre Hammer kommt noch: sie wollen tatsächlich Geld dafür. Ab jetzt.

Das war’s dann, LVZ. Selbst ohne web2.0, Internet von heute ist was anderes. Inhalte, für die man bezahlen muß, sollten ihr Geld auch wert sein.

Update: medienrauschen hat es jetzt auch.

Update 2: Aushilfe Knüwer hat sich des Themas angenommen.

kälte

Sunday, 22. January 2006

Minus Neun Grad – von Der Höllenmaschine gehen die Türen nicht mehr auf, und wenn, dann nicht mehr zu. Ich würde ja gern das Generatorenproblem lösen, aber schon beim Gedanken an die Kälte “da draußen” frieren mir die Füße. Und morgen wird es richtig kalt…

hellfühlig

Sunday, 22. January 2006

ich glaub es ja nicht, wo bitte hat BTV diese “hellfühligen” “Lebensberaterinnen” gecastet? Da wird Quadrophenia für solche zerknittertentemperamentvollen Stierfrauen unterbrochen, die nicht mal freihändig sprechen können. Wurstpelle im lila Glanzjäckchen, das sind die Frauen über 50, die sich plötzlich wie ihre Töchter kleiden, damit sie im Vorort noch mal ein paar Blicke bekommen. Wenn schon sonst nicht mehr viel kommt. Reihenhaussiedlung, ein Leben als Hausfrau, der Mann arbeitet beim örtlichen Automobilhersteller/-zulieferer am Band, und vor lauter Langeweile werden sie hellfühlig.

Seid lieber feinfühlig, und übt noch mal ein paar Jahre, bevor ihr vor eine Kamera tretet. Oder laßt es ganz. Besser ist das.

talking ’bout my g-g-generator

Sunday, 22. January 2006

Mir als Tonmann sind ja die Lichtleute immer ein wenig suspekt. Deren Kabel liegen immer im Weg rum, sind schuld am Brummen auf der PA, und dann nehmen sie noch raren Bühnenplatz weg, den man besser für Lautsprecher verwenden könnte. Ihre Regelgeräte sehen aus wie unsere Mischpulte, nur für Arme, und das einzig wirklich coole an ihnen ist die Nebelmaschine. Kurz: komische Käuze.
Soll also etwas, das “Licht” im Namen trägt, nicht zumindest teilweise so sein? Glaubt man ja eher nicht.

Und trotzdem: zu früh gefreut. Beim Fahren von der Probe zum Nachmittagstermin schalte ich den Blinker an, und das Radio geht aus. Huch, why does it all f-f-f-fade away? Als mit jeder Bewegung des Scheibenwischers der Motor schlechter lief, war die Gewißheit da: das war’s mal wieder. Meine spezielle Freundin, die Lichtmaschine, hatte mal wieder ihre Tage das Arbeiten satt. Vermutung heute: das Kabel der Erregerspannung. Parkplatz gesucht, Rest mit der Bahn gefahren. It’s just my generator, baby.
Tip des Tages: “Sportschuhe Halle” heißen so und nicht “Sportschuhe Januarregen(viel)”, weil ebender den Weg vom Boden zum Fuß mit hoher Durchdringung des Materials zielgerichtet und schnell findet.

och nö

Saturday, 21. January 2006

nicht schon wieder

-7°C, gefühlt wie -26 °C

mechatroniker

Friday, 20. January 2006

Mit Begleitschutz wurde Das Höllengefährt heute in den sicheren Hafen der Reparaturgarage bugsiert. Der Stromversorgung Wiederherstellung war geplant.
Französische Autoelektrik ist ein sehr komplexes Gebilde, das nach sorgfältige Fehlersuche und umsichtiger Behebung verlangt.
Also zuerst gründliche Vorbereitungen getroffen: Bier auf, Zigarette an, “mal vorne auf” und reingeleuchtet.

Lichtmaschine lokalisiert: “da unten”, Keilriemenspannung: vorhanden. Herrn Alessandro Volta gepriesen, ohne den das Voltmeter jetzt sicher einen sehr verwegenen Namen trüge. Die Spannungsmessung ergab, daß bei laufendem Motor weniger Spannung anlag, als bei stehendem. Der Mathematiker denkt hier an den Vorzeichenfehler, alles einfach, wir multiplizieren den Fehlbetrag mit -1, dann kommt da genug raus. Nicht so der Mechatroniker. Das kann nicht sein, denkt er, kratzt das Kinn und heut ein paar Mal kräftig mit dem Hammer auf Den Generator, damit sich die Schleifkohlen setzen und überprüft Den Ordnungsgemäßen Zustand des Stromerzeugers.

Weitere Erfolge sollte die qualitative Über- und Aufarbeitung einiger Bestandteile der KFZ-Elektrik bringen. Also Stecker ab, Kontaktspray drauf, Stecker dran. Zur Sicherheit nochmal die Kabel verfolgt, ja, sie haben ein Ende, das ist fest: Gut.

Startversuch. Einer am Voltmeter, einer am Zündschlüssel. “Und?” “Vierznfuffzich.” “Sauber” – französische Autoelektrik ist ein sehr komplexes Gebilde, das nach sorgfältige Fehlersuche und umsichtiger Behebung verlangt.