Nachdem in der vergangenen Woche angesichts der zwei vorhandener Autobatterien die Arbeit der augenscheinlich gewerkschaftlich organisierten Lichtmaschine an einen externer Dienstleister übertragen wurde, konnte ich wie beim Elektroauto immer abends laden und morgens fahren.
Am Samstag sollte alles anders kommen. Nach dem Aufbruch gen Der Stadt Am See verlangt Die Höllenmaschine erst einmal nach Brennstoff und signalisiert mit der gelben Leuchte ihre Bereitschaft, andernfalls die Arbeit zügig einzustellen. Man wird immer wieder daran erinnert, daß das Auto aus Frankreich kommt.
Angekommen, diente erstmal eines jener automobilen Fossile aus den Sachsenring-Werken zum Warmschrauben. Nach zwei Runden Pocket-Bike-Heizing geht dann die Laune nach oben.
Soooo… denn mal dabei… Erregerspannung messen, Ausgangsspannung messen, das alte Spiel, wo man bekloppt von wird. Also routiniert den Generator extrahiert. Zum Ausbau einen Wagenheber dabeizuhaben, hilft ungemein, der Motor ist einen Zentimeter zu tief. Eine Messung der Spannung am Prüfstand ergab: 0,0. Das ist nicht gerade viel für Spulen, die sich in einem Magnetfeld drehen. Also den Laderegler auf, was an dem Vorhandensein von verrotteten Torxschrauben scheitert. Deren Innenprofile haben beim ersten Drehversuch das Weite gesucht, und vorbei war es mit Schrauben. Irgendwas ging dann auf, aber das war das falsche. Die nun folgende Odyssee auf der Suche nach einer gebrauchten Lichtmaschine am Samstag um 15:00 ist einen eigenen Eintrag wert. Dann eben nicht.
Als dann langsam die Dunkelheit übers Land hereinbrach, haben wir Das Ding dann eben wieder eingebaut, damit “der Keilriemen nicht so rumhängt”. Nochmal schnell alle Massepunkte und Steckverbindungen mit Kontaktspray versorgt, damit die Batterie länger hält, angelassen – und das Teil lädt. Eine nicht eben zimperliche Proberunde auch über unwegsames Geläuf (um einen Wackelkontakt auszuschließen) später immer noch. Verstehe einer die Kisten.
