Archiv für April 2006

tourtagebuch teil 10 – landpartie

Sunday, 09. April 2006

Ein zauberhafter Frühlingstag ist über das Land hereingebrochen, und kurz nach dem Mittag schon Treffen. Backline verladen (in Rekordzeit), und Aufbruch nach Finsterwalde. Dabei gleich Fieldtest des iTrip mini. Total entspannt durch den Frühlingsfrühnachmittag, stellenweise direkt am Elbdeich lang, durch Wald, Flur und Doberlug-Kirchhain. Interessante Orte am Weg, mit geschätzten 150 Einwohnern und gastronomischn Einrichtungen, die “Kumpelklause” heißen – und auch so aussehen. Irgendwann ist der Akku des iPod alle, und das furchtbare sächsische Privatradio haut uns die besten Hits von irgendwo bis sonstwann um die Ohren, inklusive “Evolution in Paradise” – was eigentlich anders heißt, dann ist es aber einfach nur ein schlechtes Stück Produzenten-Erbrochenes. Die Stimmung kann das nicht trüben.

Am Ort des Geschehens dann erstmal kurz Herzstillstand: Eine Martin Mini-Anlage mit kleinem Sub an einem Behringer 802. “Die Anlage kommt aber noch?” – “Ja, um 4 wollen die hier sein”, da war es 14:45. Also erst mal Käffchen, und dann Backline aufgebaut. Punkt 16:10 kommt dann auch “die Anlage”, eine GL2200 mit etwas Outboardkram. Der Einbau blieb hängen, und ging sogar erstaunlich laut – leider auch das penetrante Brummen, das einfach nicht rausging. Die Jungs von der Company haben dann zwei PS15 gestellt und irgendwas umgesteckt, weg war’s nicht, aber doch deutlich leiser. Dazwischen noch einiges Hupen; merke: wenn etwas im Siderack mit “Monitor” beschriftet ist, Finger weg. Wer es doch probieren will: auch das Steuersignal vom Gate kann man zum Klingen bringen, es verhält sich nur merkwürdig. Um 9 sollte es losgehen, vorher erstmal was essen: warmes dunkles Bierbrot mit dicker Kruste und Griebenschmalz, dazu Salate, Käse, Schinken, hat vollkommen gereicht. Inhouse gebrautes Bier dazu – sehr lecker. Noch schnell ein Spaziergang am lauen Sommerabend durch Finsterwalde-Zentrum, etwas warme Frühlingsluft inhalieren.

Takeoff dann 15 Minuten verspätet, die Hütte voller Leute, und erstmal eine echt gute Bluesband, die ich “mal eben” mitgemischt habe. Dann das Vollprogramm mit Kneiperpause. Sound war dem Empfinden nach gut mit Optimierungsmögllichkeiten. Der 1046 leistet hier gute Dienste, auch in der Vocalgruppe. Kurz nach 2 dann Ende, in aller Ruhe abbauen und 3:30 los, Fuchs und Reh gute Nacht gesagt (irgendwo zwischendrin), 5:30 da und 6:15 im Bett.

das dritte ende

Thursday, 06. April 2006

Halbaktuelle Filme für einsfuffzich. Das war das neue Konzept der Schauburg hier “um die Ecke” – ein Stück alter Leipziger Kinotradition. Letztes Jahr im Oktober gingen sie damit auf die Menschheit los, die Betreiber von “Kino Kino Entertainment” – nachdem die Schauburg vorher mangels Zuschauern ihre Tore schließen mußte. Jetzt scheint auch das neue Konzept gescheitert, Knall auf Fall ist seit dem 30.03. Schluß, alles zu. Um so schlimmer, als in der Schauburg auch Filmkunst ihren Platz hatte, und jetzt wieder einer der seltenen Refugien dafür verloren scheint. Das ist jetzt das dritte Ende, nach dem Umbau 1995 und der Schließung im September letzten Jahres.
In Marzahn/Spree hat’s doch auch funktioniert, seit 1998 läuft das “Sojus” dort mit dem gleichen Konzept. Und das ist genauso in der sozialen Kälte wie die Schauburg. Schade, schade.

all your base are belong to us

Wednesday, 05. April 2006

Auf den neuen Intel-Macs kann jetzt auch Windows gebootet werden. Sagt Apple, und die müssen’s ja wissen. You will be assimilated. Endlich! Nie wieder PeZeh kaufen müssen.

schnee von vorvorgestern

Wednesday, 05. April 2006

…und schon lange getaut. Kennt noch wer die Mädels, die heißen, wie dieses lustige Kreuz-und-Kringel-Spiel? Naja, die wollten eine Tour machen, leider hat keiner die Karten gekauft. Sagt die Sächsische Zeitung. Liebes Tick, Trick und Track-Management: auch wenn die Tickets jetzt billiger werden, da will trotzdem keiner hin. Seht es endlich ein!

kernel-easteregg in xp

Wednesday, 05. April 2006

Durch Zufall sind wir heute auf eines der “dark features” von Windows XP gestoßen: ein “Kernel-easteregg”. Es handelt sich dabei um nichts weiter, als ein Solitaire, bei dem auf den Karten die Bilder der Kernel-Entwickler zu sehen sind.

KSolitaire (so nenne ich es mal) an sich scheint ein altes TSR-Programm zu sein. Im Task “svchost.exe” (solitaire view control) ist ein Listener verborgen, der bei Bedarf das Spiel aktiviert und das dem Scheduler meldet. Durch mehrfaches Schalten des A20-Gate wird signalisiert, daß KSolitaire jetzt aktiv ist, und es bekommt die Hauptrechenzeit. Manchmal kann es vorkommen (durch Viren o.ä.), daß durch aktivieren bestimmter Hooks ein Schalten des A20-Gate simuliert wird, und der Scheduler der Meinung ist, daß KSolitaire jetzt aktiv sei, und ihm 99% Rechenzeit zuweist. Der Rechner scheint dann “einzufrieren”. Das KSolitaire funktioniert auf Höhe des Hardware Abstraction Layer, daher ist es auch so gut wie unmöglich, diesen Task zu beenden.

Wie kann man es aktivieren?

Das kann ich nicht genau sagen, hier ist es wichtig, mit den Uncaught Exception (”Bluescreen”) zu arbeiten. Sollte ein “IRQL NOT LESS OR EQUAL” auftauchen, ist es in 3 von 5 Fällen durch aus- und einstecken der Tastatur aktiviert worden (Achtung: nur PS/2). Das scheint damit zusammenzuhängen, daß das A20-Gate über den Tastaturcontroller gesteuert wird. Mit USB-Tastaturen geht es nicht, die benutzen andere IRQs. Der Fehler entstand, indem OnBoard-Netzwerkkarte eingeschaltet, eine Realtek 8029 in PCI4 und eine TerraTec DMX512 in PCI3 bei gleichzeitig aktiviertem Onboardsound im Rechner waren. Zumindest kam nur in dieser Konfiguration dann das KSolitaire. Da es hardwarenah in einer 8086-Emulation arbeitet, benötigt es den ganzen Krams nicht, nur das BootDisplay sollte auf “EGA/VGA” gestellt werden (im Bios). Sound geht natürlich auch nicht.
(Testumgebung: ASUS K8N, Sempron2800+, 512MB RAM, Matrox G450).

Update:
Es läßt sich auch gelegentlich provozieren, wenn im laufenden Betrieb nicht hot-plug-fähige Komponenten ausgesteckt werden (Platte, Netwerkkarte). Don’t try this at home, we’re all trained professionals here

Update 2
Dank Rico gibt’s jetzt auch ein Foto davon.

burning down the house

Monday, 03. April 2006

Nach dem Brand im Baumarkt, Bilder ohne Kommentar


leipzig – courage zeigen

Saturday, 01. April 2006

Dagewesen und reingelauscht. Favorit des Abends und damit auch Gewinner des 1. Vorausscheides: 3apes. Die Seite besuchen und reinlauschen! Die Jungs gehen echt in die Beine! Alles andere was dummdapdudummdap (schrammelpilspunk) bis gut, aber die haben echt das Haus gerockt.

Weitere Erkenntnisse: schwarz-weiße Querstreifen haben an Frauen Hochkonjunktur, und nichts essen und Beck’s trinken ist nicht wirklich das, was der Mensch braucht. Und: diesen Techniker wiedergetroffen, und erstmal zur Begrüßung die Brüller der letzten Woche ausgetauscht. Immer wieder schön, ich freu mich aufs nächste Mal.