Dieses Mal zwei Tage an der Ostsee. Einladen und Abfahrt morgens, denn im Norden wird zeitig angefangen. Nun gut. Neben der Backline einigen FOH-Rödel und zwei Aktivmonitore eingepackt, später dazu mehr. Nach langer, aber entspannter Fahrt im ersten Club angekommen, positive Überraschung: alles, was ich mir wünsche, ist da. Eine ML4000, Siderack mit guten EQs und sehr guten Effekten, Standard-Rock’n'roll-Mikros, aktives Monitoring. Leider brummt irgendetwas, es ist nicht genau zu lokalisieren, und hört trotz abgeklebtem Schutzkontakt (we’re trained professionals! don’t try this at home!) nicht auf. Nach dem Soundcheck dann der Schock: es wird bestuhlt! Beim Rock’n'roll! Was auch immer die Intention dahinter war. Trotzdem geht es sehr gut ab, inklusive Publikum, wenn auch eher norddeutsch-unterkühlt.
Tag zwei mit Ostseebesuch, Eis und Hafenrundfahrt, dann zum nächsten Club. Dort die Überraschung: der angekündigte Zwölfkanalmixer kann nur 8 Kanäle, und Platz ist auch keiner. Also eigenen FOH neben der Bühne aufgebaut (dann natürlich SOS/Side Of Stage), mit zwei Kabeln auf den Saal, Direktverdrahtung ohne Multicore, und die Kabel reichen gerade so. Zum Überfluss ist eins kaputt. Man hätte es wissen müssen. Mit den zwei Aktivmonitoren kommen wir auf drei Wege, Frontmix über Kopfhörer. Ich fange an, den kleinen HD25 zu lieben. Großartige Stimmung auf und vor der Bühne, großartige Band, einfach nur schön. Und ein freies WLAN gab es auch, nur keine Zeit, es zu nutzen.
Am nächsten Morgen noch alles abgeholt, und zurück nach Hause durch stockenden Verkehr und Regenschauer. Zuhause gab’s dann wenigstens wieder Sonne – auch wenn ich eigentlich erst mal schlafen wollte. Man kann nicht alles haben.