…oder zumindest nahe dran: die Klimaanlage, die Klimaanlage. Malfunctioning sagt der Fachmann, kaputt der Benutzer. So also stand die erste Nacht ohne Klimaanlage bevor, und sie war großartig. Wäre es zu warm geworden, hätte immer noch der Deckenquirl für Abkühlung sorgen können (zumindest die Illusion derselben).
Die Bemerkung, dass in Deutschland recht wenige (Wohn-)Häuser über eine Klimaanlage verfügen, wurde kommentiert mit: “Aber (Decken-)Ventilatoren doch, oder?”
Die Wartung ging etwa folgendermaßen vonstatten: “Oh, der Motor. Die Anlagen werden seit 10 Jahren nicht mehr gebaut. Aber kein Problem.” Wir erinnern uns, die Siedlung hier ist kurz davor abgerissen zu werden – es sind also auch schon Leute ausgezogen. Die Klimaanlagen blieben… Nach 20 Minuten war ein neuer Motor da, und nach weiteren 5 Minuten die Welt gerettet.
Am Abend dann ein weiteres quasi-apokalyptisches Ereignis, transportmäßig: direkt an der Abfahrt von der Sheik Zayed Road gen Heimat steht ALLES. Ein kurzer Blick, und es erklärt sich auch dem unkundigsten. Es steht. ALLES. In alle Richtungen. Also raus aus dem Taxi und zu Fuß weiter (nicht die dümmste Entscheidung – diese Situation herrschte dort seit 2 Stunden vor). Was man dabei alles lernt: es gibt Gehwege auf den Brücken über die Sheik Zayed Road. So breit, dass zwei Füße nebeneinander draufpassen. Und Fahrradfahrer (der erste!) – die einem auf diesem Gehweg entgegenkommen. Naja. Die Wassertransportlastkraftwagenfahrer werden schon… NEIN. Tun sie nicht. Aber die sind ja zum Glück nicht gefahren.
Es war heute übrigens angenehmes Wetter zum Laufen: dunkel (i.e. keine Sonne), relativ trocken, ca. 34° und ein leichter Wind. Das durstlöschende Klubhaus (geplanter Zwischenstop) konnte so trockenen Oberhemdes erreicht werden – trotz viertelstündigem Fußmarsches.
Nachbars Hahn kräht (der tut das immer in der Nacht) – Zeit für den Zapfenstreich. Ist halt wie aufm Dorf hier.