fieldtrip: Al Ain

Weil immer nur irgendwelche Häuser auch irgendwann langweilig sind, und es hier rundherum außer Wüste auch noch andere Städte und sehenswerte Dinge zu sehen gibt, erging der Plan, nach Al Ain zu fahren und den Jebel Hafeet zu erklimmen. Al Ain ist von Dubai etwa so weit entfernt wie Abu Dhabi, nur in einer anderen Richtung. Gehört trotzdem zu Abu Dhabi. Das merkt man auf dem Weg unter anderem an den größeren und teureren Autos, die auch die Höchstgeschwindigkeit viel weiter überschreiten, als man das selbst mit viel Autobahnerprobter Toleranz noch gut finden könnte.

Einmal angekommen, sieht es dort sehr pittoresk aus. Alles begrünt, die Kreisverkehre geschmackvoll mit Blumen bepflanzt, zweigeschossige Häuser in großen Gärten (hinter [begrünten] Mauern), und alles in allem viel entspannter. Plus: bessere Luft und weniger (fast keine) Baustellen. Und man liest, dass sie jetzt dort sogar Radwege anlegen wollen. Leider gibt es davon keine Bilder, da 4 von 4 Personen mit Wegfindung zum Treffpunkt beschäftigt waren.

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Auch in Al Ain gibt es hässliche Schilder, hier sind wir zum Glück doppelt vorbeigekommen und mussten beim zweiten Mal an der Ampel warten. Bitte die Akazie bemerken, so zieht sich das durch.
Angekommen sind wir trotzdem, und bevor es weitergeht, gehn wir alle noch mal pullern.

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So sieht man dann das Innere der Al Ain Mall, wo grad Winterfest war. Die zweitgrößte Mall von Al Ain, aber (wie alles da) eben etwas kleiner (Verkaufsfläche 5x die vom Hauptbahnhof), man kann sich da gar nicht richtig verlaufen drin.

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Erster Stop: Al Ain Oasis. Eine Oase (wie der Name sagt) – die es auch schon lange gibt. Mit traditionellen Bewässerungssystemen und Wasser aus dem Boden. Und kühlem Grund (weil feucht und schattig). Eine Seltenheit, und von hohem Rekreationswert.

Leider konnten wir weder das Geburtshaus vom Scheich, noch den Zoo sehen – die böse Uhr drehte sich ständig im Kreis. Zeit zum Aufbruch gen Berg.

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Auf dem Weg zum Berg (denn wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, und der Berg sich aber auch hartnäckig zu kommen weigert, gibt der Klügere nach und macht sich dann doch auf), am Horizont: noch nicht Jebel Hafeet.

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Immer noch nicht am Ziel, auch noch kein Jebel Hafeet, aber es wird steiniger. Verheißungsvoll!

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Andere Straßenseite: Hügel, aber keine Berge. Und wir faaaaahn…

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Da isser! Jebel Hafeet, zweithöchster Berg der UAE und an der Grenze zu Oman. Do müssmer nauf!

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Zum glück führt eine long and winding zweispurige Straße da rauf, das wäre ja sonst nicht zu schaffen (in der Zeit). Es sind ungefähr 12km Straße, die 1800 Höhenmeter überwindet. Und wir haben tatsächlich einen Fahrradfahrer überholt – kurz vor dem Gipfel. Ausblick hier: etwa die halbe Strecke ist geschafft.

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Und so sieht es dann aus, wenn man oben ist. Das Teil muss man zu Fuß erklimmen, was angesichts der Zeit (Färbung des Gesteins erfolgte durch tiefstehende Sonne) und mangelnder Ausrüstung einiger Expeditionsteilnehmer (Flip-Flops und Geröll vertragen sich nicht ganz so gut) nicht in Angriff genommen wurde. Zudem war es einigen der beteiligten einfach “zu kalt”. Ja, wenn man auf dem Gipfel ist, bläst einem ein rauher kalter Wind (15°C) ins Gesicht.

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Und so sieht es aus, wenn man ins Land schaut. Leider (wie immer) etwas dunstig, sodass man nicht wirklich WEIT sehen kann, aber eindrucksvoll ist es schon.

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Sonnenuntergang im Dunst, trotzdem äußerst eindrucksvoll. Und entschädigte für den ersten Augenkrebs des Tages, eine Audi Q7-Stretchlimo. Buärks. Auch nicht fotografiert, brauchte beide Hände, um mir den Mund zuzuhalten.

Es folgten (dann nicht mehr im Bild festgehalten) der Abstieg, eine zweistündige Fahrt zurück (inklusive richtig fiesem Unfall, den wir zum Glück nur gesehen haben, und das auch nur, nachdem er schon passiert war), und ein Ausklang des Abends mit Shisha und Geplauder im Park Hyatt Dubai (inklusive des Versuches, NICHT 24 Euro für ein Glas Wein zu bezahlen – ging leider schief. War ein Grand Cru, was man wohl nicht ansatzweise geschmeckt haben soll). War trotzdem schön.

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