Archiv für die Kategorie ‘rock'n'roll ist kein lehnstuhl’

kabel wickeln 2

Thursday, 22. May 2008

Ich hatte ja mal angekündigt, einen Beitrag darüber zu schreiben, wie man Kabel ordentlich aufwickelt. Nach 2 Jahren stolperte ich bei youtube zufällig über diesen Film, fühlte mich in der Pflicht und will ihn niemandem vorenthalten:

Der Kollege macht es etwas anders als ich es kenne, und etwas komplizierter – aber immer noch besser als die “Wäscheleine” zwischen ausgestrecktem Daumen und Ellenbogen. Das ganze ist übrigens auch wieder wichtig, wenn man die Kabel abwickelt – denn schnell steht man auf einer Riesenbühne mit nem Knäuel, weil der Kollege Zusammenleger wieder eine spätorientalische Kabellegetechnik angewandt hat, die nur er auch wieder abwickeln kann.

Hilft hoffentlich auch Gitarristen/Bassisten/anderen Musikanten, die ja meist recht teure Kabel verwenden. Keyboardern eher nicht, deren Em eins De eins-Kabel und die Patchklinken ja sind immer zu kurz sind. Und kurze Kabel wirft man einfach dahin, wo Platz ist.

…und arbeit keine wärmejacke…

Tuesday, 06. February 2007

Bild 1.png

auch mal lichtmann sein

Monday, 13. November 2006

kann man auf dieser Site. Einfach oben auf “create a rock show” klicken, kurz laden lassen, und dann mal so richtiges Live-Feeling erleben. Im falschen Moment die falsche Stimmung, Cues versauen, die Effekte falsch zünden, halt wie in Wirklichkeit. Mit etwas Übung kriegt man dann sehr schicke Lichtshows hin. Und es bestätigt wieder mal die alte Weisheit: Licht kann jeder.

kabel wickeln

Tuesday, 19. September 2006

Und nun zu etwas, das 99% der Menschen nicht interessiert: Kabel.
Irgendwann versprach mal der Macher eines mittlerweile mausetoten Blogs, eine “how to aufwickel a cable correctly”-Anleitung zu verfassen. Man ahnt, daß es dazu nicht kam. Da die Geschichte des Kabels eine Geschichte voller Mißverständnisse ist, habe ich mich entschlossen, eben diese Anleitung zu verfassen und in loser Folge hier einzustreuen. Alle Beiträge diesbetreffend sind also off topic (wie der Rest der Beiträge auch), und wen es nicht interessiert, der liest einfach drüberweg. Okee? Gut. Na dann: Folge 1 demnächst hier.

Beschwerden (sinnlos) und Anregungen (willkommen) in die Kommentare. Da bekommen die auch mal Besuch.

Filed under: was junge Musikanten wissen sollten, jedoch niemals erfahren und schon gar nicht anwenden werden.

wer ohren hat zu hören

Tuesday, 15. August 2006

…ist neuerdings ein Dieb.

1996. Das Internet ist neu, genau wie meine Stromgitarre. Zumindest für mich. Endlich die richtig heißen Stücke so richtig heiß spielen. Nur – wie gehen die Akkorde eigentlich? Und wie zur Hölle spielt dieser Typ dieses rattengeile Solo? Mal in diesem Internet nachgeschaut, da gibt es tatsächlich was, wo sich Leute hingesetzt haben und aufgeschrieben, wie ihrer Meinung nach die Lieder aufgebaut sind, und vor allem: wie diese hammergeilen Soli funktionieren. Dann hieß es üben, bis die Finger bluten. Manchmal konnte man sogar erkennen, um welches Lied es geht.

Ab jetzt heißt es aber für alle ambitionierten Nachwuchsgitarristen: tapfer bleiben. Keine Tabulaturen mehr aus dem Netz. Die MPA (Music Publishers Association) hat die einschlägigen Seiten dichtgemacht. Wie können Menschen so etwas tun? Ganz einfach: neben der verarmenden Musikindustrie haben auch die Verleger von Papiermusik mit gefühltem Umsatzrückgang zu kämpfen. Wer ist schuld? Genau: das böse Internet. Und weil sie keine Ideen haben, wie sie das für sich nutzen können, wird erst mal alles verboten.

Nun ist das aber so ne Sache mit der Musik. CDs kopieren und ins Netz stellen ist das eine. Das kann ja praktisch jeder. Die Tab-(und Lyrics-)Seitenbauen jedoch darauf auf, daß Menschen Akkordfolgen oder sogar einzelne Töne hören und notieren können. Das soll es tatsächlich geben. Diese bösen Menschen wissen zum Beispiel, daß “Knocking on Heaven’s Door” auf den Akkorden G, D und C aufbaut, und erzählen das auch noch anderen!. Oder sie haben die seltene Gabe, die gesungenen Worte zu verstehen und niederzuschreiben. Und die Tab-(und Lyrics-)Seiten machen nichts anderes, als diese Schriften zu sammeln und publik zu machen.

An dieser Stelle scheint klar, daß für die Verlage nichts zu holen ist. Warum soll man was kaufen, was andere auch hören können? Ganz einfach: die “offiziellen” Noten sind exakter. Das mag bei Knocking on Heaven’s Door egal sein (und ist es vielen NachwuchsAnfängerbands auch), wird aber bei ansprechender Musik zusehends wichtiger. Musikschulen z.B. nehmen lieber Noten als Tabs, einfach der Richtigkeit wegen. Statt also ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen, wird mit der ganz großen Verbotskeule ausgeholt und alles niedergeschlagen, was sich nicht rechtzeitig duckt. Und weil viele Tab-(und Lyrics-)Seiten ein Hobby der Betreiber sind, und diese sich einen großen Rechtsstreit nicht leisten können (oder wollen), knicken sie ein und schließen. Zumindest vorübergehend. Im Fall OLGA besonders tragisch, die hatten das 1998 schon einmal durch, und haben sich dann wieder hochgerappelt.

Trost für alle da draußen, die händeringend auf Tabs warten: was eigenes ist irgendwann tausendmal cooler (kommt auch bei den Frauen besser an!!!), und Rockkonzerte sind bald sowieso nur noch in Zimmerlautstärke, und ohne Drogen (lies: Fluppen und Alk).

zuerst hier gelesen, dann erst laut aufgeregt

update(22.08.) Jetzt auch beim Telefon-Onkel

tourtagebuch teil 15 – FOH/SOS

Monday, 14. August 2006

Dieses Mal zwei Tage an der Ostsee. Einladen und Abfahrt morgens, denn im Norden wird zeitig angefangen. Nun gut. Neben der Backline einigen FOH-Rödel und zwei Aktivmonitore eingepackt, später dazu mehr. Nach langer, aber entspannter Fahrt im ersten Club angekommen, positive Überraschung: alles, was ich mir wünsche, ist da. Eine ML4000, Siderack mit guten EQs und sehr guten Effekten, Standard-Rock’n'roll-Mikros, aktives Monitoring. Leider brummt irgendetwas, es ist nicht genau zu lokalisieren, und hört trotz abgeklebtem Schutzkontakt (we’re trained professionals! don’t try this at home!) nicht auf. Nach dem Soundcheck dann der Schock: es wird bestuhlt! Beim Rock’n'roll! Was auch immer die Intention dahinter war. Trotzdem geht es sehr gut ab, inklusive Publikum, wenn auch eher norddeutsch-unterkühlt.
Tag zwei mit Ostseebesuch, Eis und Hafenrundfahrt, dann zum nächsten Club. Dort die Überraschung: der angekündigte Zwölfkanalmixer kann nur 8 Kanäle, und Platz ist auch keiner. Also eigenen FOH neben der Bühne aufgebaut (dann natürlich SOS/Side Of Stage), mit zwei Kabeln auf den Saal, Direktverdrahtung ohne Multicore, und die Kabel reichen gerade so. Zum Überfluss ist eins kaputt. Man hätte es wissen müssen. Mit den zwei Aktivmonitoren kommen wir auf drei Wege, Frontmix über Kopfhörer. Ich fange an, den kleinen HD25 zu lieben. Großartige Stimmung auf und vor der Bühne, großartige Band, einfach nur schön. Und ein freies WLAN gab es auch, nur keine Zeit, es zu nutzen.
Am nächsten Morgen noch alles abgeholt, und zurück nach Hause durch stockenden Verkehr und Regenschauer. Zuhause gab’s dann wenigstens wieder Sonne – auch wenn ich eigentlich erst mal schlafen wollte. Man kann nicht alles haben.

tourtagebuch teil 14 – mr. 200000 millivolt

Monday, 17. July 2006

Dieses Mal seit Äonen wieder mit eigenem Besteck und ins Umland. Am Ort des Geschehens die ersten Überraschungen. Angekommene zeigen stolz ihre Mücken- und Bremsenstiche her, an der Bühne sind Wespen. Auf die Frage nach dem Strom kommt die Antwort in Form einer 16er Dose, an der noch ein Bierwagen hing. Das Insistieren auf eigenen Strom brachte Erfolg, der Bierwagen war in der Nacht plötzlich dunkel und erst nach einiger hektischer Betriebsamkeit wieder erleuchtet.
Zurück zur Physik, irgendwas klang immer recht seltsam. Und ward die Fußpauke getreten, verdunkelte sich die Beleuchtung im Siderack. Kurzes Nachmessen bestätigte es dann: bei Nutzpegel und ausschließlich Fußpauke sackte die Spannung auf 210V, alles andere wollte ich dann gar nicht mehr wissen. Das Kabel, so sollte sich herausstellen, war über 100 Meter lang – und ein ziemliches Strippchen.
Laut gemacht, zwischendurch hat der Hall wegen Unterversorgung die Arbeit eingestellt. Danach abbauen und… abbauen? Es ist, wenn das Bühnenlicht ausgeht, finster wie im Bärenarsch. Und kein Zusatzlicht. Also dann doch dortbleiben. Schlafsack raus und dann am nächsten Tag den ganzen Spaß retour. Und ohne einen Mückenstich nach Hause, erstmal ins Bett.

meanwhile in marzahn/spree

Saturday, 17. June 2006

Während der harte Regen daheim sein Werk verrichtet, arbeite ich in der Fremde an “simpelstem Equipment, einfach zu bedienen in beschaulichem Ambiente der Kleinkunstbühne”. Open Air, super Gelände, durchwachsene Technik, und rechts im Bild der Pegelmesser für die dringendst einzuhaltenden 90 db(A)

tourtagebuch teil 13 – klassenfahrt

Wednesday, 24. May 2006

Da stand mal wieder ein Wochenende mit der Band an. Und auf dem Merkzettel von vorher stand was von Schlafsäcken, das kann ja lustig werden. Nun gut, Aufbruch nach Falkenberg. Das ist irgendwo in Brandenburg, und dort gibt es eine Schule, und da… eine kleine Bühne, solide Technik, leichte Probleme mit dem Monitoring, die sich aber schnell gaben. Zusätzlich einen herrlichen Schulleiter, der auf einem Campingplatz Übernachtung in Bungalows und ein 50-Liter-Faß organisiert hat. Wie zur Klassenfahrt.
So geht es am nächsten Tag weiter, mit Radtour und Kanufahrt und Open-Air-Mensch-ärger-dich-nicht. Alles bei strahlendem Sonnenschein.
Ebendieser verschwindet auf der Fahrt zum nächsten Spielort und macht riesigen Regenwolken Platz, die sich über Irgendwo im Oderbruch ergießen. Bei Ankunft steht noch keine Anlage, also erst noch schnell was essen. Die Wiederkehr ist ernüchternd: die Anlage ist aus irgendwelchen seltsamen Lautsprechern zusammengesteckt, dafür ein Neumann als Centermic, FOH ist im Kofferraum eines Berlingo, fast ohne Effekte, dafür ein Avalon als “SummenEQ und -kompressor”,die Monitore mit Behrenmarke komprimiert, zum Hören muß ich immer in den Regen gehen, und ein straffer Wind weht außerdem. Zur Krönung hat das Pult genau einen PreFader-Auxweg, und der ist mit dem einzigen Effekt besteckt. Sinn und Verstand Galore.
Bier trinken (besser als jeder Controller) und vergessen. Klang trotzdem irgendwie passabel. Warum auch immer.

Wenigstens hab ich nach diesem Wochenende wieder ein Feeling, wie Open Air klingt. Muß man sich auch wieder dran gewöhnen.

Kleine Impression vom Wochenende (cat content galore)

tourtag als aushilfe

Sunday, 14. May 2006

für eine Coverband. Schönes Equipment, die HK Cohedra Compact kennengelernt – ein LineArray, das auch im Stack betrieben werden kann. So eine handliche Anlage hatte ich noch nie zum Aufbau. Amtliches Siderack: d-two, SPX 2000, BSS Opal, dbx 166xl.
Wir waren gut in der Zeit, leider kam alles wichtige über eine Stunde zu spät. Das verkürzt Aubau- und Soundcheckzeit erheblich. Zudem tauchen mittendrin – Überraschung – noch zwei Vorbands auf. Naja. Die durfte ich dann auf dem amtlichen Equipment abfackeln – Stimmen hätte hier Wunder bewirkt. Kland also, gelinde gesagt: mutig. Knockin’ on Heaven’s Door (klar – aber in der ultrakurzen 3:30 Radioversion) mit zwei Gitarren, die mindestens einen Viertelton auseinanderliegen, und eine davon in sich noch um nen Viertelton verstimmt ist. Dazu ein Sänger, der Intonation nur aus dem Duden kennt: Gesamtsound der Band war in Richtung: “Katze auf den Schwanz treten und dann an dern Ohren hochheben”. Zweite Band mit eigenen Titeln, geschickter Einsatz des Delays brachte hier Sympathiepunkte bei den Fans. Klassen besser. Hauptband des Abends außer Konkurrenz – haben den Leuten ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht.
Abbauen dann auch sehr schnell – innerhalb von 1,5h war die ganze Produktion wieder weg und 10 Bühnenplatten vor der Tür. Jetzt noch ein Feierabendwässerchen – und dann ist Ende.