Archiv für die Kategorie ‘weit weg’

in for some weekend work

Friday, 22. August 2008

und eines ist mal sicher:

“There was something in the air that night/ the stars were bright / Fernando”

Den dritten oder vierten Tag in folge. Track-Repeat-Endless. “Sorry Sir, music is on maintenance”

vom sand gefangen

Friday, 22. August 2008

Mein Telefon ist wieder da! Gegen nachmittag brachte es der freundliche Taxifahrer direkt zum Office-Tower. In Der Hauptstadt Unseres Landes™ wäre das sicher ETWAS anders ausgegangen…
Ok, zwei Anrufe beim Lost&Found-Department waren nötig (”Ich habe mein Telefon verloren, Taxi Nr. soundso” / 5h später: “Und? Gibts News über mein Telefon?” – “Ja, wo möchten Sie es hingebracht haben?”)

Wieder fully equipped, konnte der Abend beginnen. Nach einem Barbesuch war es dann soweit: Shisha rauchen und leckerstes libanesisches Essen verköstigen. Doch vor den Qualm haben die Götter den Sand gesetzt. Und das ging so:

Naturbelassener, jedoch umzäunter Parkplatz – bestens gefüllt. Also erstmal eine Runde rum, zum gucken. Und hey, da waren noch freie Plätze!! Und in dem Moment, wo der Fahrer sagt, dass er etwas besorgt ist ob des reichlich vorhandenen Sandes und dessen Festigkeit, standen wir auch schon. Ein kleiner Peugeot ist nicht dazu gebaut, durch die Wüste zu fahren – das stand dann mal fest. Wie der Peugeot auch. Zum Glück waren wir ja mit zwei Autos gefahren, und das andere war ein 4×4! Das nennt man Glück…

Pech ist, wenn der 4×4 auch festgefahren ist. Und das war er. Beziehungsweise einfach geparkt, aber er ging nicht wieder wegzufahren.

Glück im Unglück ist, wenn ein paar Locals mit einem Echten™ 4×4 zufällig auch grad dort sind. So einer mit Gangschaltung, Untersetzung und Sperrdifferential. Und der kam auch gleich rangefahren, um uns rauszuziehen.

Leider hatte niemand ein Seil im Auto.

Also wurde zuerst der kleine 4×4 befreit (push push push), und dann der Peugeot, der bis zur Radnabe im Sand steckte und vorn schon aufgesessen war. 2 Mann wackeln, 8 schieben. Und “schieben” heißt hier: eine Motorhaube anfassen, die das Fleisch im Handumdrehen gar brutzelt. Aber es gelang!! Die Jungs haben echt Ahnung vom Sand – und waren total hilfsbereit. Man hätte sie gern auf ein Bier eingeladen… aber sie waren so schnell weg, dass gar keine richtige Zeit blieb, um uns zu bedanken.
Die ganze Aktion hat insgesamt vielleicht eine halbe Stunde gedauert, danach waren wir dann bereit für den weiteren Verlauf (eben: Shisha und Essen – beides lecker).

Für den Heimweg gab es wieder mal ein Taxi, diesmal bewies der Taxifahrer Ortskenntnis, er wohnte nämlich in der Nähe vom Ziel. Und musste dort auch unbedingt hin, das hat man 5 Minuten nach dem Einsteigen gemerkt. Augen weit aufgerissen, Kopf direkt überm Lenkrad, und ab und zu schlägt er sich an denk Kopf. Würde ich auch machen, nach 22 Stunden Taxifahren (auf Nachfrage, wer weiß, wie viele Stunden er unterschlagen hat).

Und an der Stelle der Sheik Zayed Road, an der vor einer Woche noch ein paar Stützpfeiler in der Wüste rumstanden, war dann heute morgen eine Seite überbrückt.

disconnect

Thursday, 21. August 2008

Mein Telefon ist grad auf Sightseeing-Tour in Dubai. Wer mag, kann es anrufen (UAE-Nr.), vielleicht geht ja jemand ran.

high water everywhere

Wednesday, 20. August 2008

und es lief von um 10 bis um 2. Durch. Der geneigte Betrachter möge die Ausmaße der Katastrophe dem Foto entnehmen. Damit auch niemand durch die tiefen Pfützen waten muss, errichtete die 4. PzPiKp schnell Behelfsbrücken.
hochwasser

Nachdem das dann gegen 4 abgelaufen war, kamen die Typen mit dem Hochdruckreiniger, und haben alles erst mal richtig sauber gemacht. Klares Wasser kann bleibende Verschmutzungen hinterlassen, wenn man es nicht schnell weg macht.

Was man im Bild nicht sieht, sind die zwei Typen hinterm Haus, die grad mit nem Schlauch den Rasen wässern.

Und dabei fing der Tag so gut an: der bestellte Taxifahrer hält an der falschen Hausnummer und lässt jemanden anderen einsteigen – wär ja auch ok. Der hat sich sicher auch eins bestellt, also kommt höchstwahrscheinlich noch eins. Aber der arme Tropf musste wieder raus – an Krücken (irgendwas gebrochen). Wäre er nur… aber ach!
Ortsunkenntnis hatte er ja – aber das ist nicht selten. Viel wichtiger ist: beim Wechselgeld bekomme ich statt 50 Dirham (lokale Währung) 50 Qatar Riyal (Währung von Katar) zurück. Geld etwa gleicher Farbe und Größe, auf einer Seite mit arabischen Ziffern und Zeichen bedruckt (ok, indisch-arabische Ziffern) – ja stimmt schon. Später dann der Schreck – der Typ hat mich übern Tisch gezogen. Hat er aber gar nicht, denn 50 Qatar-Riyal sind:

(ta ta ta taaaaa)

50,6 Dirham. Was für ein Gewinn. Hervorragendst. Leider kann man damit nicht so direkt bezahlen… Und zur Wechselstube rennen und das Geld eintauschen bringt soo viel auch nicht, die Schlangen sind lang, und es geht hier um 9,52 Euro nach heutigem Kurs. Ich bin es dann doch noch losgeworden, soviel sei gesagt.

Und zu allem Überfluss lief im Bürogebäude heute den ganzen Tag “Fernando” von Abba – in der Instrumentalversion. In der schlechten. Immer und immer wieder. Klar, dass man sich dann die Hand in der Tür einklemmt.

weltuntergang

Wednesday, 20. August 2008

…oder zumindest nahe dran: die Klimaanlage, die Klimaanlage. Malfunctioning sagt der Fachmann, kaputt der Benutzer. So also stand die erste Nacht ohne Klimaanlage bevor, und sie war großartig. Wäre es zu warm geworden, hätte immer noch der Deckenquirl für Abkühlung sorgen können (zumindest die Illusion derselben).
Die Bemerkung, dass in Deutschland recht wenige (Wohn-)Häuser über eine Klimaanlage verfügen, wurde kommentiert mit: “Aber (Decken-)Ventilatoren doch, oder?”
Die Wartung ging etwa folgendermaßen vonstatten: “Oh, der Motor. Die Anlagen werden seit 10 Jahren nicht mehr gebaut. Aber kein Problem.” Wir erinnern uns, die Siedlung hier ist kurz davor abgerissen zu werden – es sind also auch schon Leute ausgezogen. Die Klimaanlagen blieben… Nach 20 Minuten war ein neuer Motor da, und nach weiteren 5 Minuten die Welt gerettet.

Am Abend dann ein weiteres quasi-apokalyptisches Ereignis, transportmäßig: direkt an der Abfahrt von der Sheik Zayed Road gen Heimat steht ALLES. Ein kurzer Blick, und es erklärt sich auch dem unkundigsten. Es steht. ALLES. In alle Richtungen. Also raus aus dem Taxi und zu Fuß weiter (nicht die dümmste Entscheidung – diese Situation herrschte dort seit 2 Stunden vor). Was man dabei alles lernt: es gibt Gehwege auf den Brücken über die Sheik Zayed Road. So breit, dass zwei Füße nebeneinander draufpassen. Und Fahrradfahrer (der erste!) – die einem auf diesem Gehweg entgegenkommen. Naja. Die Wassertransportlastkraftwagenfahrer werden schon… NEIN. Tun sie nicht. Aber die sind ja zum Glück nicht gefahren.

Es war heute übrigens angenehmes Wetter zum Laufen: dunkel (i.e. keine Sonne), relativ trocken, ca. 34° und ein leichter Wind. Das durstlöschende Klubhaus (geplanter Zwischenstop) konnte so trockenen Oberhemdes erreicht werden – trotz viertelstündigem Fußmarsches.

Nachbars Hahn kräht (der tut das immer in der Nacht) – Zeit für den Zapfenstreich. Ist halt wie aufm Dorf hier.

walkthrough III

Saturday, 16. August 2008

Bewegte Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

walkthrough II

Saturday, 16. August 2008

a mere drivethrough.

Eine Rumfahrt auf der Palme:
http://www.ameinfo.com/166008.html

schöne aussicht

Saturday, 16. August 2008

aussicht.jpg
Balkon einer Wohnung, rechts das Meer.

ein hauch von heimat

Friday, 15. August 2008

einheimisches_gewaechs
Hm. Wahrscheinlich ausgepflanzt, als der Topf zu klein wurde.

to the beach

Friday, 15. August 2008

Einmal mit dem Taxi über die Palm Jumeirah gefahren und dann ab zum Strand. Palm Jumeirah sieht, wenn man drauf langfährt, aus wie ne riesige Baustelle. Mit Wasser drumrum, ok. Aber erstmal Baustelle. Obwohl schon einige Häuser stehen.

Fail: Zum Taxifahrer sagen: “Bring mich zum Strand” – und nicht wissen, wo der ist. Ich erlaube mir, dazu aus diesem Artikel zu zitieren:

[...]The taxi driver, here for only two days, and having learned English from old Beatles albums has no clue where your house is. He won’t tell you that of course, he’ll just keep calling and saying, “Okay, okay. Yeah, yeah.” [...]

[...] Many of these drivers have just as much difficulty finding their way around as you do, but add to this a third-world country driving style and extreme exhaustion[...]

Not that I haven’t been warned. Aber zum Schluss zählt nur eins: To the Beach. Chris Rea kann ein Lied davon singen.

Fail #2: An den Strand weder Wasser, noch Schwimmtextilien mitzunehmen und den Sonnenschutz weder aufzutragen, noch mitzunehmen. Wir werden die Folgen sehen…

Trotzdem wars schön, und hier zum Beweis, dass ich da war:
fuesse
meer
Die Steine begrenzen die Badezonen und brechen die Wellen, hintendran stehen nämlich Häuser

stadt
Wie man sieht. Einen Kilometer weiter stehen die Häuser fast direkt am Wasser. Ich muss mal rausfinden, wie man dort einziehen kann. Und ja, das ist tatsächlich Strand, keine Wüste. Obwohl es wahrscheinlich Wüste wäre, wenn die Stadtbebauung nicht dort stünde.