Auf gehts zum Touri-Tag in Richtung Old Town/Down Town/Old Soukh (so richtig weiß das keiner, aber der Taxifahrer hat es gefunden). Zwischendurch wieder mal am höchsten Gebäude der Welt vorbeigekommen, das sieht aus dem Taxi ungefähr so aus:

Die wahre Größe sieht man tatsächlich erst von weiter weg.
Nach einer knappen halben Stunde Anreise am Ort des Geschehens, und erstmals richtig viele Menschen auf einem Haufen. In den Gassen des Basar ein Vorgeschmack auf das Folgende: “Wanna buy fake watch sir? Wanna fake sunglasses? Wanna T-Shirt? Good Quality Three Dollar.”
Das war aber nicht der Tagesplan, sondern Übersetzen mit dem Boot auf die andere Seite des Dubai Creek. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: das Touri-Boot nehmen (vollklimatisierter geschlossener Aufbau) für 20 Dirham, oder die offene Nusschale für 1 Dirham (das sind etwa 20 Cent). Und so sollte es sein.

Beispielboot, von einem Boot gleichen Typs fotografiert.
Was man hier nicht sieht: am Ende des Bootes ist (zum Glück) ein Ruder angebracht. Das wurde früher mit der Hand gesteuert. Als diese Boote Motoren bekamen, was so ca. 20+ Jahre her sein muss, wurde das Ruder mit zwei Seilen versehen, die gegenläufig auf einer Stange im “Inneren” des Bootes aufgewickelt sind, und auf diese Stange ist ein Steuerrad aufgeschweißt. Erfinderisch, erfinderisch. Und funktioniert.
Auf der anderen Seite des Creek ist eine andere Welt. Etwa 90% Inder, der Rest Araber. Auf ca. 1000 Männer sieht man eine Frau, und die ist meistens im vollen Ornat unterwegs (man sieht also die Augen. Punkt. Für Interessierte gibt es hier mehr zu lesen). In dieser Häufigkeit trifft man das nur dort an.
In den Schaufenstern werden Sachen aller Art angeboten, allesamt Imitate von Sonstwoher. Aber was: Ein Laden für Schrauben (Auslage: 10 Zylinderschrauben, 5 Haken, eine Kiste Muttern), ein Laden für Pumpen, einer für Autoersatzteile (”100% new clutch” – naja), Türklinken, Computer, Sessel (des gleichen Typs, Barhocker gibts 3 Türen weiter), zwischendurch immer wieder “fake watch sir?” In diesem Bereich geht es noch, in anderen Straßen gibt es NUR Uhren und Sonnengläser, und vor lauter “excuse me sir wanna buy rolex?” kann man eigentlich laut “no thanks” am laufenden Band brabbelnd durch die Straßen rennen. “Try this, perfume sir? good sir? try sir!” Und das Sortiment ist ÜBERALL gleich! Zwischendurch dann das Schild des Tages:

(Und nein, das in dem Computer ist kein böser Finder, sondern eine Geburtstagstorte)
An allen Ecken sieht man Schilder in die Hinterhöfe “Letter Setting”, “Typing”, “Lazer Prints” – zusammen mit irgendwelchen Gesundheitsdienstleistungen.
Irgendwann ist es aber spät, der Rückweg steht an, und nach einiger Zeit war dann der Creek auch wieder in Sicht (Hey Orientierungssinn. No Fake Navi can do that), und es ging ab über den Fluss, in ein Elektrofachgeschäft (was gucken, dabei den elektronischen Koran entdeckt) und weiter in die Mall of Emirates (oder: “Emritzmorl plies”)

kleines Bild von auf dem Weg, Sheikh Zayed Road Area oder so (die Häuser, die an der Sheikh Zayed Road stehen – ja… Die anderen stehen da nicht dran (oder anders dran) und heißen deswegen MediaCity, Internet City, Health City, … You name it…). Mitte des Bildes (Uniriese-ähnlich) einer der beiden Emirates Towers, der andere wird von einem anderen Tower verdeckt).
The Mall of The Emirates ist wiederum, wenn man mal länger dort ist als nur rein, Rolltreppe runter zum Foodcourt und wieder raus, doch ziemlich groß. Etwa (zum Vergleich) 3mal so groß wie der Hauptbahnhof. Der ganze, nicht die Promenaden. Und auch dort haben sie Schilder, die man hier so nicht sieht:

In die Taxiwarteschlange wird man plaziert, das Taxi wird zugewiesen. Für diese Koordination sind 3 Leute zuständig, an jedem Straßenausgang der Mall (in den Parkhäuser sind auch welche, die aufpassen, dass dort richtig geparkt wird und keine Staus entstehen, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie viele).
Zum Abschluss des Tages noch ein, zwei Beck’s in Jebel Ali Club House – tatsächlich ein besserer Truck Stop oder sowas. Aber an ein Hotel angeschlossen und daher mit Schankgenehmigung. Und: etwa 3 Minuten zu Fuß von der Unterkunft weg. Und wenn man hier etwas zu Fuß erreicht, sollte man das auch wahrnehmen – das kommt so oft nicht vor.