Im Vorbeigehen gesehen:

(Entenfamilie an Teich in Park)
Das Bild bekommt umsomehr Wertigkeit, wenn man sich die andere Seite der Straße anguckt

(Wüstenähnliche Gegend mit verlassenem Führerbunker)
Im Vorbeigehen gesehen:

(Entenfamilie an Teich in Park)
Das Bild bekommt umsomehr Wertigkeit, wenn man sich die andere Seite der Straße anguckt

(Wüstenähnliche Gegend mit verlassenem Führerbunker)
umgerechnet: 30 Cent/Liter. Das mal so.
hatte die Taxizentrale heute morgen, da hieß es durch die Morgenhitze in Richtung Sheik Zayed Road und hoffen, dass einer kommt. Kam dann auch. 30 Minuten zu spät an der Werkbank – aber das stört nicht. Und so hat auch keiner gemerkt, dass ich heute fast verschlafen hätte… Freakin’ phone!!
Zwischendurch war kurz die Möglichkeit, zwei Bilder zu schießen:
Die lokale Moschee, neben dem Parkplatz vom Trinkwasserwerk.

The Giant Hypermarket. Natürlich nicht, aber mal ehrlich: das Foto könnte so auch in Grünau entstanden sein. Jaja, Jebel Ali Village…
Ansonsten war es heute mal wieder offiziell nicht über 50°C, im großen und ganzen erträglich und viel zu viel zu tun.
“You look like you’re off to the beach”
“Actually, I know the beach is not far from here [Anm.: 500m ungefähr], and I believe that one day I’m going to make it. Until then I’m always prepared. You never know”
(nach 11h im Office)
Heißer Tip am Rande: “Les Professionelles” von der AIR – Premiéres Symptomes beim Einbrechen der Dunkelheit inmitten dieser ganzen Hochhäuser. Hat definitiv was. Ich brauch einen besseren Kopfhörer. Ibn Battuta, ich komme! (Meine beiden Ohrn sind leer, ich wünsch mir meinen Senni her… 18dB Außendämpfung sind nicht das schlechteste).
Oh, und meinen vielgerühmten und heiß ersehnten zweiten Screen gabs heute auch: LaCie 20″. Zwar alt, aber besser als 19 oder 17″ allemal
Zum Tagesausklang noch eine Pizza (mit Schweinefleisch) und ein Bier im Jebel Ali Club für 10 Euro. Das ist echt billig. (ok: Pizza 5, großes Bier 5).
Einleitung: Um sich vorzustellen, wie das Klima hier ist (hier wird es z.B. nie über 50°C, denn dann dürfen die Bauarbeiter nicht mehr arbeiten…), kann man sich einfach an einem sehr heißen Tag ins Auto setzen, die Heizung volle Hütte aufdrehen und sich vorstellen, man säße im Schwimmbad. Oder ins Schwimmbad gehen, und wissen: so kalt wird es nie, und die Luft ist noch etwas feuchter.
Tatsächlich ist es so warm (und in meiner Unterkunft so “kühl”), dass morgens die Fenster beschlagen sind. Außen!!!
Exposition: Heute nun passierte etwas, was man an dieser Stelle nicht für möglich hält: Nebel. Und das sieht sehr ungewohnt aus, und tatsächlich war es richtig “kalt” (geschätzt: 34°C).

Blick vom Rauchplatz im Nebel
Etwas später dann war auch schon wieder das Tagwerk getan, und es ging heim.
Retardierendes Moment und Erläuterung: Hier gibt es ein Tempolimit von 120km/h, und jedes Auto muss mit einem Warner ausgerüstet sein, der ein Signal von sich gibt. Bei privaten Autos einmal, bei Mietwagen immer.
Finale: Der zum Heimbringen auserkorene Taxifahrer erinnerte mich an jemanden: Beschallung fast die gesamte Strecke: “You’re speeding. Please slow down” aus dem Warnsystem (als ob es das Navi sagt), auf der Sheikh Zayed eine siebente Spur aufgemacht und ähnliches mehr. Durch den finalen “leicht stockenden Verkehr” brauchten wir etwa die Hälfte der Zeit aller anderen Verkehrsteilnehmer. Top Speed 150, und andere Taxifahrer haben es ohne Stau nicht in der Zeit geschafft. Eingeweihte Leser werden jetzt grinsen und nein, von DEM habe ich die Telefonnummer nicht.
Epilog:

Auf gehts zum Touri-Tag in Richtung Old Town/Down Town/Old Soukh (so richtig weiß das keiner, aber der Taxifahrer hat es gefunden). Zwischendurch wieder mal am höchsten Gebäude der Welt vorbeigekommen, das sieht aus dem Taxi ungefähr so aus:

Die wahre Größe sieht man tatsächlich erst von weiter weg.
Nach einer knappen halben Stunde Anreise am Ort des Geschehens, und erstmals richtig viele Menschen auf einem Haufen. In den Gassen des Basar ein Vorgeschmack auf das Folgende: “Wanna buy fake watch sir? Wanna fake sunglasses? Wanna T-Shirt? Good Quality Three Dollar.”
Das war aber nicht der Tagesplan, sondern Übersetzen mit dem Boot auf die andere Seite des Dubai Creek. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: das Touri-Boot nehmen (vollklimatisierter geschlossener Aufbau) für 20 Dirham, oder die offene Nusschale für 1 Dirham (das sind etwa 20 Cent). Und so sollte es sein.

Beispielboot, von einem Boot gleichen Typs fotografiert.
Was man hier nicht sieht: am Ende des Bootes ist (zum Glück) ein Ruder angebracht. Das wurde früher mit der Hand gesteuert. Als diese Boote Motoren bekamen, was so ca. 20+ Jahre her sein muss, wurde das Ruder mit zwei Seilen versehen, die gegenläufig auf einer Stange im “Inneren” des Bootes aufgewickelt sind, und auf diese Stange ist ein Steuerrad aufgeschweißt. Erfinderisch, erfinderisch. Und funktioniert.
Auf der anderen Seite des Creek ist eine andere Welt. Etwa 90% Inder, der Rest Araber. Auf ca. 1000 Männer sieht man eine Frau, und die ist meistens im vollen Ornat unterwegs (man sieht also die Augen. Punkt. Für Interessierte gibt es hier mehr zu lesen). In dieser Häufigkeit trifft man das nur dort an.
In den Schaufenstern werden Sachen aller Art angeboten, allesamt Imitate von Sonstwoher. Aber was: Ein Laden für Schrauben (Auslage: 10 Zylinderschrauben, 5 Haken, eine Kiste Muttern), ein Laden für Pumpen, einer für Autoersatzteile (”100% new clutch” – naja), Türklinken, Computer, Sessel (des gleichen Typs, Barhocker gibts 3 Türen weiter), zwischendurch immer wieder “fake watch sir?” In diesem Bereich geht es noch, in anderen Straßen gibt es NUR Uhren und Sonnengläser, und vor lauter “excuse me sir wanna buy rolex?” kann man eigentlich laut “no thanks” am laufenden Band brabbelnd durch die Straßen rennen. “Try this, perfume sir? good sir? try sir!” Und das Sortiment ist ÜBERALL gleich! Zwischendurch dann das Schild des Tages:

(Und nein, das in dem Computer ist kein böser Finder, sondern eine Geburtstagstorte)
An allen Ecken sieht man Schilder in die Hinterhöfe “Letter Setting”, “Typing”, “Lazer Prints” – zusammen mit irgendwelchen Gesundheitsdienstleistungen.
Irgendwann ist es aber spät, der Rückweg steht an, und nach einiger Zeit war dann der Creek auch wieder in Sicht (Hey Orientierungssinn. No Fake Navi can do that), und es ging ab über den Fluss, in ein Elektrofachgeschäft (was gucken, dabei den elektronischen Koran entdeckt) und weiter in die Mall of Emirates (oder: “Emritzmorl plies”)

kleines Bild von auf dem Weg, Sheikh Zayed Road Area oder so (die Häuser, die an der Sheikh Zayed Road stehen – ja… Die anderen stehen da nicht dran (oder anders dran) und heißen deswegen MediaCity, Internet City, Health City, … You name it…). Mitte des Bildes (Uniriese-ähnlich) einer der beiden Emirates Towers, der andere wird von einem anderen Tower verdeckt).
The Mall of The Emirates ist wiederum, wenn man mal länger dort ist als nur rein, Rolltreppe runter zum Foodcourt und wieder raus, doch ziemlich groß. Etwa (zum Vergleich) 3mal so groß wie der Hauptbahnhof. Der ganze, nicht die Promenaden. Und auch dort haben sie Schilder, die man hier so nicht sieht:

In die Taxiwarteschlange wird man plaziert, das Taxi wird zugewiesen. Für diese Koordination sind 3 Leute zuständig, an jedem Straßenausgang der Mall (in den Parkhäuser sind auch welche, die aufpassen, dass dort richtig geparkt wird und keine Staus entstehen, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie viele).
Zum Abschluss des Tages noch ein, zwei Beck’s in Jebel Ali Club House – tatsächlich ein besserer Truck Stop oder sowas. Aber an ein Hotel angeschlossen und daher mit Schankgenehmigung. Und: etwa 3 Minuten zu Fuß von der Unterkunft weg. Und wenn man hier etwas zu Fuß erreicht, sollte man das auch wahrnehmen – das kommt so oft nicht vor.

streetview
Dieses Bild ist ein zeitgeschichtliches Dokument, die ganze Siedlung hier wird gegen Ende des Jahres weggerissen. Für … ein Hotel? … Es wird auf jeden Fall Teil von Dubai Waterfront.
auf Hawaii. Vielleicht. Hier schon – wenn auch nur in ausgewählten Plätzen. Dafür ist es recht teuer: 5 Euro.
Nach der Beer-Experience kam der Hunger, und so kam es, dass ein Hardee’s angesteuert wurde. Die Gegend drumherum war recht offen, und eine Straße daneben, und Wind – und das irritierende Gefühl “Kälte” tauchte plötzlich auf. Vielleicht war es sogar tatsächlich unter 30°.
Das wurde heute von Der Lieben Sonne natürlich nachgeholt – und rausgehen zum Rauchen war echt kein Vergnügen. Dafür heute zwei Impressionen von der Stelle, an der geraucht wird:

bei Tag

und nach Feierabend
The Dubai Mall also. Das Ding ist im Bau, sie wollen in 22 Tagen fertig sein und wissen noch nicht mal, wo die Rolltreppen stehen sollen…
Ein kleiner Eindruck von der schieren Größe: Versuche, in Leipzigs Innenstadt einen Parkplatz zu finden. So, wie sie ist, mit Baustellen, Sperrungen etc. pp. Das ganze überdacht und mit einem fast gar nicht vorhandenem Leitsystem, mit täglich wechselnden Routen zum gleichen Ort: The Dubai Mall Parkhaus. Soviel dazu. Und innen geht es so weiter. Der Rohbau ist stellenweise gerade fertig, halb offen – aber die Klimaanlagen belzen mit aller Kraft.
Auf dem Weg dorthin die Dubaier Version der Baustellenampel: An zwei Seiten der Baustelle steht ein zweiseitiges Schild, eine Seite rot, eine grün. Neben jedem dieser zwei ein Bauarbeiter, der es nach Bedarf wendet. Leider heute keine Bilder, ich vergaß das Telefon in der Unterkunft.
Beim Parken in der Emirates Mall wird für 2,50 Euro das Auto mit der Hand gewaschen. Nicht perfekt, aber sauber. Parkhäuser sind for free.
Bemerkung am Rande: von weitem ist der Burj Dubai (welthöchstes Gebäude) imposanter. Aus der Nähe ist er einfach nur da.
Mit den Qatar-Airways-Söckchen gegen den Zug der Klimaanlage am Fuße gibts hier mal die ersten Impressionen:
ausm Haus und links die Straße runter

Ibn Battuta Mall, der Himmel ist natürlich Fake
Im Flugzeug schlafen kann man vergessen, wenn man das nicht gewöhnt ist, dafür gabs gute Filme bei Qatar Airways. Selbst ein Heineken hilft nicht, sodass also die Nettosumme Schlaf ungefähr 2,5h beträgt – von Montag früh um 8.
Irgendwo noch überm europäischen Festland, in 39000 Fuß Höhe, Lichtermeere von Menschenansammlungen im Blick überrasche ich mich, wie ich aus dem Fenster gucke und denke “Hallo Welt”. Ich sollte aufhören, Programmiersprachen zu lernen.
Der Doha Airport sieht aus wie ein riesiger Feldflughafen, so wie die Wüstenflughäfen beim A-Team, nur 3000mal größer. Mit Armee-LKW für die Radare und einer Baracke, die “Flight Coordination” oder sowas macht. Leider passen die Flugbegleiterinnen auf wie arabische Wüstenfüxxe, so konnte ich leider nicht mein Telefon zücken und das mal dokumentieren. Und dort gabs auch gleich die erste Gewöhnung: man fliegt in die aufgehende Sonne, landet 6 Uhr Ortszeit und die Typen rennen alle langärmlig rum. Klar, früh am Morgen, da isses ja noch… 32°. Hmpf.
Das Wetter vor Ort geht wohl heute: “It’s not hot” – nur 40°C ca. Und das ist echt nicht so schlimm wie es klingt. Nu will jer spisar. Mal sehn was es gibt.
Einen noch, nach Ankunft in der neuen Werkstätte:
“Did you come direct from the airport?”
“Yes”
“That’s ambitious man, that’s cool”